Wiederholung

Solltet Ihr den schriftlichen Teil nicht bestanden haben, ist es natürlich ein herber Rückschlag. Aber es geht weiter. Es erwartet euch eine Vielzahl von Dingen die nun zu beachten sind. Es empfiehlt sich daher an unserer Wiederholerveranstaltung teilzunehmen, da dort alles ausführlich erklärt wird und darüber hinaus noch wichtige Merkblätter verteilt werden. Die entsprechenden Termine werden euch vom Justizprüfungsamt zugesandt.

Daher nur in Kürze:



Ergänzungsausbildung

 

Zunächst wird die Wahlstation beendet. Danach erfolgt die Ergänzungsausbildung, die 4 Monate beträgt. Ihr habt in dieser Zeit Arbeitsgemeinschaften mit besonders guten Ausbildern. Hauptaugenmerk wird dabei auf das Schreiben von Klausuren gelegt. Die Anwesenheit bei diesen Veranstaltungen ist Dienstpflicht.



Wiederholungsprüfung

 

In der Wiederholungsprüfung müssen alle Klausuren wiederholt werden.



Härtefallantrag

 

Prüflinge, die wiederholt die zweite juristische Staatsprüfung nicht bestanden haben, können die nochmalige Wiederholung der Prüfung beantragen. Der Antrag ist binnen 3 Monaten ab Zustellung des Prüfungsbescheides zu stellen.

Für Einstellungskampagnen nach November 2003 gilt § 17 Abs. 5 S. 2 JAG 2003.
Als persönliche Gründe werden auch solche akzeptiert, die schon beim ersten Versuch vorlagen. Namentlich sind zu nennen: Tod oder schwere Erkrankung eines Angehörigen, schwere Krankheit des Prüflings u. ä. Seit 2000 müssen Stresssituationen, die die Prüfungsvorbereitung oder die Prüfung selbst beeinträchtigt haben, sofort vorab bzw. direkt nach der Prüfung (Eintrag ins Protokoll!) und vor Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses beim JPA angezeigt werden, um sie für eine eventuelle Wiederholung der Prüfung als Argument heranziehen zu können. So sollten bereits bei der erstmaligen Prüfung vorsorglich eventuell vorhandene besondere Belastungen als formlose Anzeige beim JPA geltend gemacht werden.

Für einen Antrag auf Anerkennung als Härtefall im 2. Versuch reichen familiäre und persönliche Gründe wie Kind, Alter, pflegebedürftige Angehörige allein nicht aus. Sie sind lediglich Zusatzkriterien. Psychische Gründe sollten deshalb ruhig angegeben werden, zumal diese nicht in die Personalakte eingehen.

Zusätzliche Informationen