Speyer-Semester

Der Blick über den Tellerrand: Das Speyer-Semester

Alle Informationen über die Möglichkeiten für Berliner Referendar*innen, sich für ein Semester nach Speyer senden zu lassen: Wie das genau funktioniert, warum das eine gute Idee ist, was man dort machen kann usw.

Hinweis
Diese Seite betreut der amtierende Speyer-Länderbotschafter und ehemalige Personalrat Cornelius Wiesner in freundlicher Zusammenarbeit mit dem amtierenden Personalrat

 


Für Ungeduldige:

Enthält alles das, was hier steht, allerdings noch ergänzt um persönliche Empfehlungen für Lehrveranstaltungen und andere Dinge, die man in Speyer so machen kann.


Inhalt:

I. Warum nach Speyer gehen?

II. Wann kann ich nach Speyer?

III. Wie komme ich nach Speyer? (Antrag/Zuweisung)

IV. Wie wohne ich in Speyer?

V. Wie verpflege ich mich in Speyer?

VI. Welche Veranstaltungen muss ich belegen?

VII. Welche Veranstaltungen kann/sollte ich belegen?

VIII. Was nehme ich aus Speyer mit? (Zeugnisse)

IX. Hochschulabschlüsse für Wiederkommer / Anrechnungsmöglichkeiten

X. Was mache ich in Speyer sonst so? (Engagement, Freizeit)

XI. Weitere Fragen? (Kontakt)

XII. Links

 

 

 

I. Warum nach Speyer gehen?

Die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften bietet ein einzigartiges Ausbildungsprogramm für Rechtsreferendare, die sich für eine Karriere in oder in der Nähe der Verwaltung interessieren (auch: Justiz, Anwaltschaft, Medien, Nichtregierungsorganisationen).

Die Veranstaltungen decken alle Verwaltungswissenschaften ab, d.h. Jura (insb. Verwaltungs- und Europarecht), PolitologieSoziologieÖkonomieGeschichte, dazu Schlüsselqualifikationen. Hinzu treten mehrere Veranstaltungen speziell für die Examensvorbereitung (Klausurübung im Zivil-, Straf- und öffentlichen Recht, Übung Zwangsvollstreckung, Aktenvortragslehrgang, Vertiefungsveranstaltungen VwGO).

Das Programm und die Qualität in Speyer sind einzigartig. Alle Länder und der Bund arbeiten zusammen, um sich hier ihre späteren Führungskräfte heranzuziehen. Zu den Dozenten gehören neben 17 ordentlichen Professoren nahezu 80 Praktiker als Politik, Verwaltung, Justiz, Anwaltschaft, Presse und sogar der Bundeswehr. Zu Vorlesungen kommen viele Veranstaltungen mit praktischem Gehalt, v.a. die sogenannten Projekt-Arbeitsgemeinschaften sowie Veranstaltungen zu Schlüsselqualifikationen (Verhandeln, Rhetorik, Personalführung etc.).

 

Neben den fachlichen Angeboten locken Vorträge von Alumni, aus denen „etwas geworden“ ist sowie ein von der studentischen Selbstverwaltung (Hörerschaft) organisiertes Rahmenprogramm mit Exkursionen und so manche Party.

Basierend auf dem Speyer-Semester, welches als „verwaltungswissenschaftliches Ergänzungsstudium“ ausgestaltet ist, kann man später nach Speyer zurückkommen und im besten Fall mit nur einem weiteren Semester einen weiteren Hochschulabschluss (Magister oder LL.M.) erwerben.

Rechtsreferendare können sich für ein Semester nach Speyer zuweisen lassen; das Studium dort wird dann wie eine Station des Referendariats behandelt.

Weitere Informationen zur Geschichte und zum Profil der Universität Speyer

 

II. Wann kann ich nach Speyer?

Dies richtet sich nach den Semesterzeiten (jeweils drei Monate) in Speyer:

Das Sommersemester geht vom Mai bis Juli, das Wintersemester vom November bis Januar.

Für Referendare der Mai- und der Novemberkampagne kommt damit regelmäßig nur die Anwaltsstation (dort der 2. bis 4. Monat), für Referendareder Februar- und der Augustkampagne die Wahlstation in Frage; für letztere ist der Besuch zwar auch am Ende der Rechtsanwaltsstation (dort der 5. bis 7. Monat) möglich, aber nicht anzuraten, weil man dann das Probeexamen in Berlin verpasst (und das sollte man nicht verpassen…).

Achtung! AnwaltsstationWer in der Anwaltsstation geht, muss sich trotzdem einen Rechtsanwalt für die Station suchen und mit diesem abklären, dass man dann drei Monate nicht da ist. Die Zuweisung nach Speyer betrifft nur drei Monate, ersetzt also nicht die ganze Anwaltsstation!

Zur (nicht abschließenden) Liste „Speyer-freundlicher“ Rechtsanwaltskanzleien (ganz nach unten scrollen)

Aktenvortragslehrgang in der Wahlstation: Wer in der Wahlstation nach Speyer gehen will, hat im Monat nach den Klausuren theoretisch frei, verpasst aber den (nicht verpflichtenden) Aktenvortragslehrgang im Monat vor der mündlichen Prüfung. Daher unbedingt mit dem Kammergericht abklären, dass man den Aktenvortragslehrgang einfach in dem freien Monat vor Speyer belegt! Man kann sein Wissen dann in Speyer vertiefen!

 

III. Wie komme ich nach Speyer?

Die Anmeldung erfolgt als normale Stationszuweisung bei der Referendarabteilung des Kammergerichts (Frau Sroka,  Zimmer 57, Tel. (030) 9013-2119). Hierzu gibt es inzwischen einen Vordruck, bei dem man auch sein Einverständnis dafür geben kann, seine E-Mail-Adresse und Telefonnummer den anderen Berliner Speyerern zur Verfügung  zu stellen. Das ist sinnvoll für das Bilden von Fahrgemeinschaften etc.! Eine Bewerbung o.ä. bei der Uni Speyer selbst ist nicht nötig! Das KG wird vor der endgültigen Stationszuweisung noch einmal anrufen und nachfragen, ob man denn wirklich nach Speyer will.

Anmeldefrist beim KammergerichtMindestens drei Monate vor Semesterbeginn!

Das Land Berlin finanziert die DUV Speyer mit, deshalb stehen ihm 18 Plätze für Referendare pro Semester zu. Diese werden aber nicht ausgeschöpft; man bekommt seinen Platz auf jeden Fall, ansonsten gäbe es ein Losverfahren. In einer zweiten Welle werden diejenigen Plätze, welche die anderen Länder nicht ausgeschöpft haben, dann ebenfalls verlost. Spätestens hier käme man dann zu seinem Platz.

Zuschüsse/Trennungsgeld: Das Land Berlin gewährt Referendaren keinerlei finanzielle Hilfen für das Speyer-Semester. Für Fahrtkosten, Wohnheim etc. muss man komplett alleine aufkommen! Lediglich die Unterhaltsbeihilfe wird wie gewohnt weiter gezahlt. Die Kosten für Speyer (Wohnheim, Fahrtkosten, Material etc.) lassen sich aber von der Steuer absetzen!

 

IV. Wie wohne ich in Speyer?

In Speyer ergattert man entweder einen der raren Wohnheimplätze oder wohnt privat. Die Universität verfügt über zwei einfache, aber gepflegte Wohnheime direkt am Campus (Gästehaus Freiherr vom Stein, Gästehaus Otto Mayer).

Das Gästehaus Freiherr vom Stein verfügt über 52 Doppelzimmer (130 €/Monat), die je nach Kapazität auch als Einzelzimmer (dann 260 €/Monat) gemietet werden können. Das Gästehaus Otto Mayer hat 56 Einzelzimmer (270 €/Monat).

 

WohnheimplätzeEinen Wohnheimplatz kann man erst beantragen, wenn die Uni Speyer einem ca. sieben Wochen vor Semesterbeginn den Studienplatz bestätigt. Den Unterlagen liegt ein Formular bei. Es wird gelost. Bei Buchung eines Doppelzimmers erhöht sich die Chance auf einen Wohnheimplatz. 

Wer keinen Wohnheimplatz bekommen hat, muss sich auf dem freien Markt in Speyer bemühen. Etliche Eigentümer vermieten hier Einzelappartements oder WG-Zimmer. Die Uni betreibt eine private Zimmerdatenbank. Sehr hilfreich ist es, sich in der jeweiligen Facebook-Gruppe des Vorsemesters einfach ein paar Namen und Adressen empfehlen zu lassen. Hier bilden sich auch WGs.

Nachzügler: Erfahrungsgemäß werden in den ersten Wochen des Semesters ein paar Wohnheimplätze wieder verfügbar, wenn nämlich Leute nicht zum Semester erschienen sind oder sich aus welchen Gründen auch immer dafür entscheiden, doch nicht ins Wohnheim zu ziehen. Darauf kann man sich aber natürlich nicht verlassen!

 

In die Wohnheime mitnehmen muss man unbedingt Dinge wie Fön und Handtücher; Bettwäsche hingegen wird gestellt und alle drei Wochen gewechselt. Auch werden die Zimmer gereinigt! Da die Wohnheimküchen schlecht ausgestattet sind, empfiehlt es sich, eine Pfanne, einen Topf, ein Küchenmesser etc. mitzubringen. Auch ein Korkenzieher und ein Flaschenöffner sind in Speyer nie verkehrt.

Weitere Informationen der Uni Speyer zur Unterbringung, insbesondere zur Privatzimmervermittlung und zu den Wohnheimen

 

V. Wie verpflege ich mich in Speyer?

In der campuseigenen Mensa („Taberna“) kann man frühstücken und zu Mittag essen (Mo bis Fr).

Die Wohnheime verfügen über Etagenküchen mit abschließbaren Kühlschränken und Kochgelegenheiten. Sehr schnell bilden sich hier Kochabende mit den Kommilitonen. Bei längeren Pausen kann man auch zu Fuß in die Altstadt von Speyer und dort essen.

Nahezu direkt am Campus ist ein russischer Supermarkt. In fünf Gehminuten Entfernung findet man einen Penny-Markt, in fünfzehn Minuten erreicht man die Altstadt mit weiteren Supermärkten.

 

 

VI. Welche Veranstaltungen muss ich belegen?

Es gibt keine echten Pflichtveranstaltungen, nur ein Pflichtpensum, nämlich 20 Semesterwochenstunden.

Alle Hörer (so heißen die Studenten in Speyer) müssen ein Seminar und eine Projekt-Arbeitsgemeinschaft belegen und dort jeweils einen Leistungsnachweis erwerben.

Das Seminar läuft so, wie man das von der Uni kennt: Man bekommt ein Thema, hält einen Vortrag darüber und schreibt eine Seminararbeit, diskutiert über die anderen Vorträge. Art, Umfang, Tiefe und Hilfsmittel bestimmt der jeweilige Dozent. Auch die Abgabefristen legt der Dozent fest. Man sollte hier schon bei der Auswahl genau hinschauen, um sich solche Fristen über das Semester zu verteilen.

Die Projekt-AG widmet sich einem bestimmten Aspekt des Verwaltungshandelns. Der Leistungsnachweis wird hier in vielfältiger Weise erworben: durch einen Gruppenvortrag, ein „Werkstück“ (z.B. ein ausgearbeitetes Konzept), eine schriftliche Projektbeschreibung etc. Die Projekt-AGs sind bewusst auf Gruppenarbeit und viel Mündlichkeit ausgelegt und machen gerade deshalb regelmäßig viel Spaß!

Die Veranstaltungsbelegung erfolgt seit dem WS 2015 elektronisch, wobei die beiden Pflichtveranstaltungen zuerst belegt werden und man einige Tage später die weiteren Veranstaltungen belegt, die man besuchen möchte. Natürlich kann man mehr als ein Seminar oder eine Projekt-AG belegen! Achtung: Es gibt immer nur begrenzte Teilnehmermöglichkeiten, daher braucht es manchmal Losglück. Bestimmte Dozenten kann man vorher anschreiben, sich vorab ein Thema geben lassen und hat seinen Platz dann sicher.

Vorgaben des Kammergerichts bei Anwaltsstation:Wenn man in der Anwaltsstation geht, verlangt das Kammergericht darüber hinaus, dass von den 20 SWS mindestens 10 aus dem Bereich „Rechtsberatung und Rechtsgestaltung“ stammen. Dafür sind in Speyer jedoch nahezu 70 Prozent der Veranstaltungen qualifiziert (Schätzung), insbesondere alle Veranstaltungen zur Examensvorbereitung, sodass es kein Problem ist, diese Vorgabe zu erreichen. Auch das Seminar oder wahlweise die Projekt-AG müssen zu diesem Bereich gehören; man muss also zwingend einen Leistungsnachweis in diesem Bereich erwerben.

Eine Landesübung müssen und können Referendare aus Berlin nicht besuchen, weil das Land Berlin eine solche nicht anbietet. Die Referendare der meisten anderen Länder hingegen müssen i.d.R. Freitags eine Übung vergleichbar mit der heimischen AG besuchen, in der sie Klausuren schreiben. Es empfiehlt sich deshalb, mit dem heimischen AG-Leiter in Berlin in Kontakt zu treten, um sich Material, Klausuren etc. schicken zu lassen.

Weitere Informationen der Uni Speyer zum verwaltungswissenschaftlichen Ergänzungsstudium für Rechtsreferendare 

 

 

VII. Welche Veranstaltungen kann/sollte ich belegen?

Das hängt vom persönlichen Geschmack, der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit sowie von den Kapazitäten ab.

Zum Vorlesungsverzeichnis der Uni Speyer (wird laufend aktualisiert)

Ein ideales Pensum, das allen Aspekten des Speyer-Semesters gerecht wird, sollte aus Veranstaltungen zur Examensvorbereitung, aus juristischen Vertiefungsveranstaltungen, aus Schlüsselqualifikationen und aus Veranstaltungen in den sonstigen Verwaltungswissenschaften (VWL, BWL, Soziologie, Geschichte, Politologie) bestehen.

Der amtierende Speyer-Länderbotschafter hat eine persönliche (!) Empfehlung über von ihm besuchte Veranstaltungen in den Berliner Leitfaden für das Speyer-Semester aufgenommen.

Orientierungsphase: In den ersten drei Tagen des Studiums stellen sich alle Dozenten reihum vor (jeweils 15 Minuten im Audimax); man erhält einen Eindruck von dem, was sie darstellen, was sie unterrichten und was sie verlangen. Danach kann man sich in den ersten zwei Wochen unverbindlich in alles reinsetzen (mit Ausnahme der schon früh ausgebuchten Pflichtveranstaltungen) und erst mal reinschnuppern. Endgültig muss man sein Pensum dann nach zwei Wochen festgelegt haben.

 

 

VIII. Was nehme ich aus Speyer mit?

Wer Speyer als Referendar besucht hat („Ergänzungsstudium“), bekommt einerseits ein Stationszeugnis mit den Noten der beiden Pflichtveranstaltungen (Seminar und Projekt-AG; bei den Referendaren anderer Länder auch noch die Landesübung). Außerdem bekommt man eine beglaubigte Leistungsübersicht mit allen belegten Veranstaltungen und soweit vorhanden auch mit Noten – kann man sehr schön bei Bewerbungen beifügen. Beides wandert auch in die Personalakte des Kammergerichts! Einige Dozenten stellen von sich aus, andere zumindest auf Wunsch besondere Teilnahmebescheinigungen aus, wenn man einen Leistungsnachweis erbracht hat.

 

IX. Hochschulabschlüsse für Wiederkommer / Anrechnungsmöglichkeiten

Speyer bietet für „Wiederkommer“ auch besondere Hochschulabschlüsse an. Alle als Referendar belegten Veranstaltungen, die zum Lehrplan eines der in Speyer zu erwerbenden Hochschulabschlüsse (Magister der Verwaltungswissenschaften/LL.M.) gehören, sind für einen solchen Abschluss anrechenbar. Der Magister und der LL.M. sind in Speyer in zwei Semestern plus Prüfungsphase zu absolvieren – hat man sein Semester als Referendar entsprechend gefüllt, hat man schon ein ganzes Semester für diesen Abschluss, das man sich anrechnen lassen kann!

Der Magister der Verwaltungswissenschaften (Mag. rer. pupl.) ist der einzige Abschluss dieser Art in Deutschland und hat selbst die Bologna-Reform überlebt. Man wählt aus vier Schwerpunktbereichen. Leistungspensumdrei Grundlagenscheine (darunter zwingend die Vorlesung „Einführung in die Verwaltungswissenschaft“ mit Prüfung) plus ein Colloquium mit Leistungsnachweis, aus zwei Schwerpunktbereichen jeweils ein Seminar und eine Projekt-AG und jeweils weitere darin belegte zwölf SWS Veranstaltungen. Verwaltungspraktikum (hier ist die Verwaltungsstation des Referendariats regelmäßig anrechenbar!), Magisterarbeit und mündliche Prüfung. Zulassungsvoraussetzung: überdurchschnittliches erstes oder zweites Staatsexamen.

Weitere Informationen der Uni Speyer zum verwaltungswissenschaftlichen Aufbaustudium

Der Master of Laws: „Staat und Verwaltung in Europa“ (LL.M.) ist ein größtenteils öffentlich-rechtlicher LL.M.-Studiengang, der genau wie der Magister in zwei Semestern absolviert wird. Leistungspensum:fünf Pflichtmodule mit gewissen Wahlfreiheiten, einem Sprachenmodul sowie einer Masterarbeit. In allen diesen Modulen müssen Leistungsnachweise erbracht werden. Zulassungsvoraussetzung: Überdurchschnittliches erstes oder zweites Staatsexamen oder zweimal 11 Punkte in Leistungsnachweisen aus dem ersten Speyer-Semester.

Weitere Informationen der Uni Speyer zum LL.M.-Studiengang „Staat und Verwaltung in Europa“

Bewerbungsfristen beachten!!!

X. Was mache ich in Speyer sonst so?

Zum Thema „Freizeit“ ist zunächst auf die Hörerschaftsvertretung und ihr Rahmenprogramm zu verweisen. Im Gegensatz zu mancher Studentenvertretung an den großen Universitäten arbeitet die Hörerschaftsvertretung recht pragmatisch zum unmittelbaren Nutzen der Hörer. Die einzelnen Referate (Kultur, Sport, Event, EDV, Alumni, Master, Ball, Integration, Finanzen) haben alle eine bestimmte Sachaufgabe, die jeweils ein Referent und dessen Stellvertreter erfüllen. Manches davon geschieht hinter den Kulissen, aber vieles findet sich später am Schwarzen Brett wieder: Sportkurse, Themenabende, Partys, Veranstaltungen, Exkursionen. Es ist beeindruckend, was die Referenten im Verlaufe des Semesters so auf die Beine stellen. Sie organisieren auch Räume für Angebote, die von Hörern selbst kommen, z.B. Tanzkurze, Debattierclub, Chor, Band etc. „Klassiker“ sind die Exkursionen zum BVerfG, zum BGH oder zum EGMR (Karlsruhe: 50 km).

 

Referent der Hörerschaft werden: Wer gerne Dinge in die Hand nimmt, organisiert, Spaß an gemeinnütziger Arbeit hat, der fühle sich aufgefordert, für eins der Referentenämter zu kandidieren. Gelegenheit zur Kandidatur besteht am ersten Tag des Semesters bei einer Vollversammlung aller Hörer und Begrüßung durch den Rektor. Am besten nimmt man vorher schon Kontakt mit den Vor-Referenten auf.

Zum Internetauftritt der Hörerschaft

Recht bekannt ist Speyer für Bier und Partys. Das hat so seine Gründe. Von den einzelnen Landesgruppen auf dem Campus wird erwartet, dass sie wöchentlich eine Länderparty organisieren. Die Norddeutschen mieten ein Boot auf dem Rhein, die Bayern eine Festhalle samt Blaskapelle… und die Berliner? Denkt euch was aus! Dann gibt es im Keller des Gästehauses Freiherr vom Stein noch einen sagenumwobenen Ort namens „BierBar“. Was dieser bereithält, müsst ihr selbst herausfinden. Was immer ihr von diesen Angeboten wahrnehmt: zum Geist von Speyer gehört, dass man am nächsten Morgen wieder motiviert in der Vorlesung sitzt!

Sehr empfehlenswert sind auch die Veranstaltungen der ökumenischen Hochschulseelsorge. Dazu gehört ein (angenehm unaufgeregtes) christliches Frühstück am Mittwochmorgen, der „Morgenimpuls“, aber auch sehr viele Veranstaltungen, die sich auch an einen konfessionell nicht gebundenen Hörerkreis richten: Weinproben, Dom- und Stadtführungen, Wanderungen etc.

Zum Internetangebot der Hochschulseelsorge / Veranstaltungskalender

Weiter ist auf das malerische Städtchen Speyer selbst zu verweisen. Hier kann man im Winter auf den Weihnachtsmarkt, im Sommer ans Rheinufer oder an die Badeseen.

Zum Internetauftritt der Stadt Speyer

 

 

XI. Weitere Fragen (Kontakt)

Weitere Fragen, die bis hierhin noch nicht beantwortet sind, beantwortet der Verfasser gerne:

E-Mail an Cornelius Wiesner, ehem. Rechtsreferendar am Kammergericht (2014-2016). Speyer-Alumnus WS 2015. Länderbotschafter der Universität Speyer für Berlin.